In der 24. Runde der tipico Bundesliga trat der CASHPOINT SCR Altach auswärts beim SK Sturm Graz an. Trainer Martin Scherb musste in dieser Partie neben den Langzeitverletzten zudem weiter auf Keeper Andi Lukse und auch auf Nikola Dovedan verzichten. Im Vergleich zum Spiel bei der Wiener Austria gab es zwei Umstellungen, Hannes Aigner und Andi Lienhart standen erstmals wieder in der Startelf.

Magere erste Hälfte

Die erste Annäherung an eines der beiden Tore gab es nach etwas mehr als zwei Minuten, ein direkter Freistoß von Lykogiannis ging aber am Gehäuse von Martin Kobras vorbei. Ansonsten spielte sich das Geschehen in der Anfangsphase zumeist im Mittelfeld ab, vor allem im Zentrum fanden die Akteure wenig Raum vor.

Nach 20 Minuten gingen die Steirer mit der ersten richtigen Gelegenheit dann in Führung. Alar spielte Schmerböck sehenswert mit der Ferse frei, dieser mit dem Stanglpass zur Mitte und dort musste Hierländer nur noch gegen den chancenlosen Kobras einschieben. Auch in weiterer Folge fand Altach nicht in die Partie und es gab noch weitere schlechte Nachrichten. Nach einem Zweikampf verletzte sich Galvao am linken Arm und konnte nicht mehr weiterspielen, für den Defensivmann kam Jan Zwischenbrugger nach einer halbe Stunde aufs Feld.

In der Offensive gelang dem SCRA in der ersten Halbzeit so gut wie nichts, Sturm-Torhüter Gratzei verlebte ruhige 45 Minuten. Kurz vor dem Pausenpfiff hättte Alar sogar beinahe noch auf 2:0 erhöht, völlig frei vergab der Stürmer vor Kobras. Nur einmal wurde es auf der anderen Seite gefährlich, nach einem Freistoß köpfte Aigner zwar ein, der Treffer wurde wegen Abseitsstellung des Routiniers nicht anerkannt. So ging es mit der 1:0-Führung für die „Blackies“ in die Kabinen.

Auch nach Wiederbeginn blieb die Partie zerfahren, Ungenauigkeiten und viele Fouls auf beiden Seiten ließen keinen richtigen Spielfluss aufkommen. Kurze Aufregung gab es nach etwas mehr als 55 Minuten, als Schreiner nach einem langen Ball im gegnerischen Strafraum und einem Zweikampf mit Spendlhofer zu Boden ging, der Unparteiische erkannte kein Foulspiel und ließ weiterlaufen.

Sturm legt nach

Knapp eine Stunde war vorbei, da gab es Freistoß für die Rheindörfler. Der erst kurz zuvor eingewechselte Luxbacher versuchte es, Gratzei konnte den gut angetragenen Schuss aber mit einer starken Parade gerade noch entschärfen. Mit dem nächsten Angriff stand es dann plötzlich 2:0. Kobras konnte einen Schmerböck-Schuss nicht festhalten und Atik staubte aus kurzer Distanz ab. Der Zeitpunkt war aus Altacher Sicht besonders bitter, da man das Spiel langsam aber sicher etwas besser in den Griff bekam.

Sturm war nun klar spielbestimmend und hatte weitere Chancen, Kobras verhinderte mit zwei Paraden gegen Schmerböck und Piesinger einen noch höheren Rückstand. Zehn Minuten später tauchte Hierländer erneut ziemlich alleine vor dem Altacher Keeper auf, der zwar den Schuss noch abwehren konnte, gegen den Nachschuss von Schmerböck war er allerdings machtlos.

Auch die Unterstützung der aus dem Ländle mitgereisten Fans und Funktionäre war an diesem Tag vergeblich, am Ende unterliegt die Mannschaft von Trainer Martin Scherb deutlich mit 0:3. Die Steirer verkürzen damit den Rückstand auf die Rheindörfler auf vier Zähler, nächste Woche geht es im Heimspiel gegen Mattersburg um die nächsten wichtigen Punkte.

SK Puntigamer Sturm Graz – CASHPOINT SCR Altach 3:0 (1:0)
Samstag, 03.03.2016, 16:00 Uhr
Merkur Arena, 7.484 Zuschauer

Tore: 1:0 Hierländer (20.), 2:0 Atik (65.), 3:0 Schmerböck (80.)

gelbe Karten: Zech, Ngamaleu, Schreiner, Netzer, Luxbacher

STU: Gratzei; Koch, Schulz, Spendlhofer; Lykogiannis, Jeggo, Piesinger, Hierländer (85. Potzmann), Atik (81. Horvath); Schmerböck (85. Gruber), Alar;

ALT: Kobras; Lienhart, Zech, Netzer, Galvao (31. Zwischenbrugger); Salomon, Jäger, Mahop (67. Zivotic), Schreiner (60. Luxbacher); Ngamaleu, Aigner;