Beim Comeback von Cheftrainer Damir Canadi trifft der CASHPOINT SCR Altach am Sonntag (14:30 Uhr) auf Europacup-Starter Wolfsberger AC.

Mit einem 5:1-Heimsieg gegen die Wiener Austria hat sich Damir Canadi einst aus Altach verabschiedet. Etwas mehr als vier Jahre später schließt sich der Kreis und Canadi sitzt eine Woche nach einer 1:5-Auswärtsniederlage – ebenfalls gegen die Austria – wieder im Trainersessel des SCRA. Viel Raum für Sentimentalitäten wollte der Wahl-Vorarlberger bei seiner Antritts-Pressekonferenz am Mittwoch allerdings nicht lassen. „Es geht nur um den Verein und dass wir es schaffen, möglichst schnell die Weichen in Richtung Klassenerhalt zu stellen.“

Die erste Bewährungsprobe unter dem neuen Chef führt den SCRA am Sonntag ins Lavanttal zum Wolfsberger AC, der am Mittwoch seinen zweiten Europacup-Ausflug beenden musste. Tottenham Hotspur erwies sich als der erwartet starke Gegner – der Gesamtscore von 8:1 belegt die Kräfteverhältnisse. Gänzlich anders sind die Vorzeichen vor dem Duell zwischen den Wolfsbergern und dem SCR Altach.  

Die Bilanz: Letzter Sieg beim WAC unter Damir Canadi

Die Gesamt-Bilanz des SCRA gegen den aktuellen Tabellenfünften ist zwar eine ausgeglichene – 10 Siegen stehen 10 Niederlagen und 9 Remis gegenüber – der letzte Auswärtssieg in der Lavanttal-Arena datiert allerdings noch aus der 1. Canadi-Ära. Mit 2:1 setzte sich der SCRA am 1. Oktober 2016 in Wolfsberg durch (Torschützen: Dimitri Oberlin, Moumi Ngamaleu).

Um einen weiteren Kreis zu schließen und sich vor allem Luft im Abstiegskampf zu verschaffen, stehen auch am Sonntag drei Punkte ganz oben auf der Prioritäten-Liste des SCRA. Canadi möchte die Mannschaft durch viele Einzelgespräche schnell kennenlernen – zusätzlich wurde am heutigen, eigentlich freien Donnerstag, noch eine Trainingseinheit eingeschoben, um nichts unversucht zu lassen, am Sonntag mit Zählbarem die Heimreise ins Ländle antreten zu können.

Das Personal: Karic und Maderner gesperrt

Verzichten muss der Neo-Cheftrainer, neben dem verletzten Kapitän Philipp Netzer, auch auf die gesperrten Emir Karic (gelb/rot) und Daniel Maderner (5. gelbe Karte). Zurückkehren dürfte dafür wieder Manuel Thurnwald, der zuletzt mit einer Leistenverletzung passen musste.

Wie schon in der Vorwoche wird die Mannschaft mit dem Bus reisen. Los geht’s am Samstagmittag, direkt im Anschluss an die Partie folgt die Rückreise ins Ländle – mit im Gepäck dann hoffentlich die ersten drei Auswärts-Punkte 2021.  

Der Gegner: Stabile Kärntner

Nach einem völlig verpatzten Saisonstart – der WAC hat vier der ersten fünf Bundesligaspiele 2020/21 verloren – haben sich die Kärntner längst stabilisiert und sind voll auf Kurs Oberes Play Off. Nur drei der 13 folgenden Bundesliga-Spiele gingen verloren, in der Europa League feierte der WAC mit dem Einzug ins Sechzehntelfinale den größten Erfolg der Klub-Geschichte und auch im ÖFB-Cup ist man noch mit dabei.

Nur schwer auszurechnen sind die Wolfsberger in der Offensive, wo schon fünf Spieler mindestens vier Saisontore auf dem Konto haben. Dazu präsentiert sich die Feldhofer-Truppe auch defensiv stabil und kassierte, nach dem angesprochen schwachen Saisonstart, nur zweimal mehr als zwei Gegentreffer in der Bundesliga.

Die Devise: Mutig, Leidenschaftlich, Erstklassig

Zum Start der 2. Amtszeit von Damir Canadi gilt es also gleich eine harte Nuss zu knacken. Nussknacker sollen Mut, Leidenschaft und erstklassige Entscheidungen sein – so forderte es Canadi bei seiner Antrittspressekonferenz am Mittwoch. So wollen es auch alle Fans des SCR Altach sehen.  

Wolfsberger AC vs. CASHPOINT SCR Altach
Sonntag, 28.02.2021, 14:30 Uhr
Lavanttal Arena, Wolfsberg

©️ Bild-Copyright Maurice Shourot