Der CASHPOINT SCR Altach bekommt zumindest ein Finalspiel um ein Europacup-Ticket für die kommende Saison. Beim 1:0 gegen die WSG Tirol agierte das Team von Alex Pastoor vor allem in Durchgang eins bärenstark, verabsäumte es aber einmal mehr frühzeitig den Deckel drauf zu machen und musste am Ende noch zittern.

Chancen beinahe im Minutentakt und eine drückende Ballbesitz-Überlegenheit des SCRA – besonders im ersten Durchgang ließen Meilinger und Co. keine Zweifel daran, wer das Tivoli als Sieger verlassen möchte. Belohnt wurde der starke Altacher Auftritt in Minute 20, als Daniel Nussbaumer nach einer Meilinger-Ecke völlig freistehend zum Kopfball kam und seine Torjäger-Qualitäten einmal mehr unter Beweis stellte. Wie schon so oft in den vergangenen Wochen waren im Anschluss auch genügend Gelegenheiten da, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen.

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Die womöglich beste fand Nussbaumer selber nur Augenblicke nach Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte vor. Altach spielte schnell und zielstrebig vor das Tiroler Tor, ließ dort aber mehrfach die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Trotzdem schien der Auswärtssieg lange nicht gefährdet. Bis zur Schlussphase, in der plötzlich auch die Tiroler mehr für das Spiel machten. Die besten Möglichkeiten des Gastgebers endeten beide an der Querlatte. Stefan Maierhofer aus knapp 25 Metern und Kelvin Yeboah aus kurzer Distanz scheiterten beide um Zentimeter an einem Treffer. Am Ende ging der dritte Sieg im Qualifikationsdurchgang, ob der Spielanteile, trotzdem mehr als in Ordnung. Emanuel Schreiner, der nach einem harten Einsteigen von Neurauter bereits in Minute 10 vom Feld musste, hat sich dabei wohl eine schwere Prellung zugezogen. Damit ist er für das Heimspiel am Dienstag zumindest fraglich. 

Die Videohighlights des Auswärtssiegs

Stimmen vom Tivoli:

Alex Pastoor über das Spiel: „Man hat klar gesehen, dass der Unterschied zwischen beiden Mannschaften ziemlich groß war. Trotzdem hat Tirol am Ende zweimal die Latte getroffen. In so einer Phase müssen wir noch lernen, bis zum Schlusspfiff die Ordnung zu halten. Gleichzeitig hätten wir das Spiel viel früher entscheiden können, dann wäre es am Ende auch nicht mehr knapp geworden. Wir haben uns viele gute Möglichkeiten herausgespielt, hinten lange nichts zugelassen, deshalb war das schon okay. Trotzdem bin ich auch immer ein Trainer, der Luft nach oben sieht.“

…über die Play Offs: „Wenn man die bisherigen Spiele anschaut, denke ich, ist unser Einzug in die Play Offs keine Überraschung. Wir wollten dieses Finale erreichen und ab sofort können wir uns darauf vorbereiten.“

Daniel Nussbaumer: „Ein gutes Spiel von uns, wir haben das Spiel gut unter Kontrolle gehabt. Bei Standardsituationen ist es wackelig geworden, da müssen wir noch konsequenter verteidigen. Wir hatten Glück, als der Gegner die Latte traf. Vorne gilt es die Chancen effizienter zu nützen, dann wird es am Ende auch nicht mehr knapp.“

Manfred Fischer: „Die Chancenauswertung war nicht gut, wir sind oft frei im Sechszehner zum Schuss gekommen. Wenn du so viele Chancen vorfindest und es am Ende trotzdem noch so eng wird, kannst du nicht hundertprozentig zufrieden sein. Am Dienstag haben wir die Austria bei uns daheim, das wird ein Vorspiel vor dem Endspiel. Da wird man sehen, wo wir stehen.“

Zahlen und Fakten:
Meiste Ballaktionen: Anderson – 84
Meiste Pässe: Berkay Dabanli – 65
Beste Passquote: Samuel Oum Gouet – 92,3 %
Meiste Zweikämpfe: Philipp Schmiedl – 15

WSG Tirol vs. CASHPOINT SCR Altach 0:1
Samstag, 27.06.2020, 17 Uhr
Tivoli, Innsbruck

Tore: 0:1 Nussbaumer D. (20.)