In den letzten beiden Spielen ist bei Daniel Maderner, mit jeweils einem Treffer, der Knoten geplatzt. Dass er diese Tore jederzeit für Punkte eintauschen würde, erzählt unsere #9 im scra.at-Interview.

1.  Der Kampf um den Klassenerhalt spitzt sich zu und wird aller Voraussicht nach auf einen Dreikampf mit der Admira und St. Pölten hinauslaufen. Ist der Blick, nach dem bitteren Dienstagabend in Hartberg, schon wieder nach vorne gerichtet?

Natürlich hat die Niederlage am Ende sehr weh getan, aber es bleibt uns in der aktuellen Situation gar nichts anderes übrig, als schnellstmöglich den Fokus nach vorne zu richten. Wir haben vier harte Spiele vor uns, müssen in jedem einzelnen an unsere Leistungsgrenze gehen und dabei vor allem punkten.

2.  Dir selbst ist in den letzten beiden Spielen der Knopf aufgegangen. Nach einem Treffer in den ersten 26 Runden gab es zuletzt gleich zwei in Serie. Wie befreiend sind diese Tore für den Kopf?

Natürlich sind Tore für mich als Stürmer sehr wichtig. Aber ganz ehrlich: Mir wäre viel lieber gewesen, wir hätten sechs Punkte mitgenommen, aus den zwei Spielen. Alles andere ist momentan einfach zweitrangig.

3.  Maderner-Tore können auch im Saisonfinish ein Rezept sein. Was braucht es sonst noch, damit spätestens am 21. Mai der Klassenerhalt des SCR Altach gefeiert werden kann?

Ganz einfach Punkte. Wir haben in den letzten beiden Spielen wieder einmal gesehen, dass du dir von guten Auftritten nichts kaufen kannst, wenn am Ende das Ergebnis nicht passt.

4.  Das erste Jahr nach deiner Bundesligarückkehr neigt sich dem Ende zu. Wie ordnest du diese Saison aus persönlicher Sicht bislang ein?

Man muss ganz klar sagen, dass wir als Mannschaft, in vielen Phasen der Saison, nicht das abrufen konnten, was wir von uns selbst erwarten. Ich persönlich habe zu Beginn etwas gebraucht, um den Umstieg in die Bundesliga zu schaffen. In den letzten Wochen konnte ich diesbezüglich aber noch einmal einen Schritt machen und kann meine Stärken mittlerweile besser einbringen. Darauf heißt es aufzubauen, mich stetig weiterzuentwickeln und der Mannschaft mit noch mehr Toren zu helfen.

5.  Ein Stürmer wird an Toren gemessen. Wenn es nicht so läuft, sind die Kritiker meist nicht weit. Liest du die Kommentare in den diversen Kanälen und bist du jemand, der sich sowas zu Herzen nimmt?

Sicher liest man den einen oder anderen Bericht. Und ich kann den Unmut der Fans in unserer Situation auch verstehen – wir selber haben uns ja auch viel mehr erwartet. Es geht für den Verein, die Fans und die Region um sehr viel. Dennoch finde ich es wichtig, dass hinter dem Fußballer immer auch der Mensch gesehen wird und persönliche Angriffe deshalb kein Mittel sein dürfen. Ich bin ein positiver Mensch, der, denke ich, sehr gut mit Kritik umgehen kann.

6.  Drei Saisontore stehen momentan auf dem Konto. Gibt’s eine Marke, die du bis zum Saisonschluss noch knacken möchtest?

Ich will nächste Saison mit dem SCR Altach in der Bundesliga spielen, mehr zählt nicht. Dafür werde ich alles reinhauen, was ich habe. 

7.  Du bist jetzt seit knapp neun Monaten hier in Altach. Wie gut hast du dich abseits des grünen Rasens im Ländle eingelebt?

Mir gefällt es sehr gut hier. Im Grünen gibt es viele tolle Plätze, an denen man sich wohlfühlen kann. Dazu sind die Vorarlberger sehr freundlich.  

8.  Welche sportlichen Ziele verfolgst du über die laufende Saison hinaus? 

Ganz oben steht ganz klar, nächste Saison mit dem SCRA weiterhin in der Bundesliga zu spielen und dann eine für uns alle erfolgreiche Saison zu bestreiten – Maderner-Tore inklusive.

Steckbrief:
Name: Daniel Maderner
Geburtsdatum: 12.10.1995
Nationalität: Österreich
Position: Mittelstürmer
Beim SCRA seit: 01.08.2020