Sie sind die nächste Generation. Jakob Odehnal und Lars Nussbaumer haben ihre Verträge beim SCRA verlängert. Sportlich soll nun möglichst bald der nächste Schritt folgen.

1.) Die Tinte ist trocken, eure Verträge verlängert. Mit welchem Gefühl habt ihr am Mittwoch unterschrieben?

Odehnal: Der SCR Altach als Verein hat sich über die letzten Jahre enorm weiterentwickelt. Selbst in den zwei Jahren, in denen ich nun hier bin, ist infrastrukturell noch einmal einiges weiter gegangen und es macht richtig Spaß, in einer so professionellen Umgebung in Ruhe arbeiten zu können. Das sind die besten Voraussetzungen für meine persönliche Entwicklung, deshalb habe ich mit einem guten Gefühl unterschrieben.

Nussbaumer: Der SCR Altach ist mein erster Verein im Profifußball und ich gehe im Sommer schon in meine fünfte Saison. Gerade für mich als junger Vorarlberger ist es schon etwas ganz Besonderes, unser Bundesland mit dem SCRA in der Bundesliga zu vertreten. Dazu fühle ich den Rückhalt im Verein und sehe hier die besten Möglichkeiten für meine individuelle Weiterentwicklung.

2.) Jakob, du warst in dieser Saison schon mehrfach im Bundesligakader mit dabei, der erste Einsatz lässt aber noch auf sich warten. Wie sehr kribbelt es unter den Handschuhen schon?

Odehnal: Ehrlich gesagt, kann ich es kaum erwarten, auf dem Platz stehen zu können. Teilweise träume ich nachts sogar davon, in der CASHPOINT Arena aufzulaufen und Bundesligaluft zu schnuppern (lacht).

3.) Lars, du kennst das Gefühl schon. Wie groß ist die Motivation, wieder in ein Bundesligastadion einzulaufen und hoffentlich bald auch wieder vor Zuschauern zu spielen?

Nussbaumer: Sehr groß – die aktuelle Saison ist für mich sicher eine, aus der ich viel lernen kann. Im Sport läuft es nicht immer so, wie man sich das wünscht. Trotzdem bin ich jemand, der sehr positiv in die Zukunft blickt und alles daransetzen wird, möglichst bald wieder zu meiner alten Stärke zu finden. In Sachen Zuschauern ist es denke ich für uns alle noch immer sehr gewöhnungsbedürftig, vor leeren Rängen spielen zu müssen. Ich hoffe aber, dass bald wieder eine gewisse Normalität einkehrt und die Zuschauer wieder ins Stadion kommen können.

4.) Ihr seid beide sehr ambitioniert. Welches sind die nächsten Schritte in eurer Entwicklung?

Nussbaumer: Für mich steht im Vordergrund, mehr Konstanz in mein Spiel zu bekommen. Gleichzeitig möchte ich weiter lernwillig bleiben und sowohl meine Stärken trainieren, aber auch etwaige Defizite beseitigen. Wie bereits gesagt, war die aktuelle Saison nicht immer ganz einfach, aber ich versuche das Positive daraus mitzunehmen und daran zu wachsen.

Odehnal: Ich bin mir mittlerweile meiner Stärken und Schwächen bewusst und weiß ganz gut, auf was es für mich ankommt. Das wichtigste als junger Tormann ist es im Training immer Gas zu geben, geduldig auf seine Chance zu warten und wenn sie kommt, einfach Spaß bei dem zu haben, was man am liebsten tut.

5.) Bis zu deinem 14. Lebensjahr hast du bei Rapid im Nachwuchs gespielt, musstest dich dann aber über die Stadtliga zurück in den Profifußball kämpfen. Wie sehr hat diese Zeit geprägt?

Odehnal: Ich denke, mein Weg in die Bundesliga ist ein mittlerweile eher unüblicher. Mit 14 habe ich von Rapid die Nachricht bekommen, dass es für mich dort nicht mehr weitergeht, was zunächst natürlich sehr hart war. Im Endeffekt hat mich das aber nur abgehärtet und mir sogar eine neue Türe geöffnet. Bei Austria XIII habe ich dann das nötige Vertrauen und die Spielpraxis bekommen und konnte mich dort als Teenager das erste Mal im Erwachsenenfußball etablieren. Rückblickend war das Ende bei Rapid das Beste, was mir zu der Zeit passieren konnte.

6.) Lars du bist momentan noch mit deinem Zivildienst beschäftigt. Wo leistest du diesen ab?

Nussbaumer: Ich habe glücklicherweise eine Stelle an meiner alten Schule – dem Collegium Bernardi in der Mehrerau – bekommen, wo ich für die Betreuung der Schüler in deren Freizeit zuständig bin. Ich helfe ihnen bei den Hausaufgaben, spiele mit ihnen Fußball oder leite sie bei anderen sportlichen Tätigkeiten an.

7.) Der erste Schritt ist mit der Vertragsverlängerung getan. Welche Ziele verfolgt ihr in der kommenden Saison bzw. in den kommenden Jahren?

Odehnal: Mein Ziel ist es, mich langfristig in Altach als Nummer eins durchzusetzen und gemeinsam mit dem Verein Erfolge zu feiern.

Nussbaumer: Wie bereits gesagt, möchte ich step by step zu alter Stärke zurückfinden und möglichst bald wieder in der Bundesliga auf dem Platz stehen.

Steckbriefe:
Name: Jakob Odehnal
Geburtsdatum: 10.08.2001
Nationalität: Österreich
Position: Torhüter
Beim SCRA seit: 11.07.2019

Name: Lars Nussbaumer
Geburtsdatum: 31.01.2001
Nationalität: Österreich
Position: Zentrales Mittelfeld
Beim SCRA seit: 03.07.2017