Seit gut zweieinhalb Monaten steht Werner Grabherr als Cheftrainer des CASHPOINT SCR Altach an der Seitenlinie. Obwohl die sportliche Situation nach der ersten Phase in der Bundesliga alles andere als einfach ist, will der Bregenzerwälder mit Trainerteam und Mannschaft Wege und Mittel finden, um in die Erfolgsspur zurückzukehren und den Turnaround zu schaffen.

1.) Werner, nur zwei Punkte aus den ersten sechs Runden, der Saisonstart ist leider alles andere als nach Wunsch verlaufen. Dafür gibt es sicher nicht den einen Grund. Trotzdem, was fehlt der Mannschaft aktuell, damit es für die ersten drei Punkte reicht?

Der Saisonstart ist für uns mit erst zwei Punkten sehr enttäuschend verlaufen, auch wenn gerade die beiden Punkte bei Rapid und Sturm positiv stimmen. Zuhause zeigten wir zuletzt einen starken Aufwärtstrend, konnten aber gegen Salzburg und St. Pölten keine Punkte einfahren. Gerade gegen St. Pölten war der Sieg nach dem Ausgleich zum Greifen nahe. Umso mehr schmerzt der Elfmeter in der Nachspielzeit.

2.) Gegen St. Pölten hat sich die Mannschaft einmal mehr durch selbstverschuldete Eigenfehler um den Lohn der harten Arbeit gebracht. Wie kann es gelingen, dass genau diese Fehler im weiteren Saisonverlauf minimiert werden?

Es waren in den ersten sechs Runden sehr viele Eigenfehler dabei. Diese gilt es abzustellen und das geht nur über hartes Training im technischen wie taktischen Bereich. Wir haben neue Spieler dazubekommen, auch Spieler aus der zweiten Liga. Dazu kommen viele Rückkehrer, die über Monate nicht auf dem Platz standen. Diese gilt es an das Bundesliganiveau heranzuführen und ihnen auch die nötige Zeit für die Entwicklung zu geben.

3.) Die kommenden Gegner in der tipico Bundesliga heißen Hartberg, WAC und Admira – alles Namen, die der Kragenweite des SCRA entsprechen. Auf der anderen Seite tut man sich heuer gegen die vermeintlich Schlagbaren am schwersten. Was stimmt dich trotzdem zuversichtlich, dass nun der Turnaround gelingt?

Die Mannschaft ist fit. Das Betreuerteam hat es über die Wochen geschafft, alle Spieler zurück auf den Platz zu bringen. Wir dürfen hier nicht vergessen, in welchem Zustand die Mannschaft zu Saisonbeginn übernommen wurde. Die Entwicklung war in den Spielen sichtbar. Wir konnten vor allem in den letzten Spielen immer zulegen und Rückstände ausgleichen. Das ist eine wichtige Grundlage für die kommenden Monate.

4.) Hinter dir persönlich liegen nun die ersten zweieinhalb Monate im „Rampenlicht“ als Bundesliga-Cheftrainer. Wie lautet dein persönliches Fazit?

Mein persönliches Fazit ist positiv, da sich alle Bereiche in denen wir arbeiten in die richtige Richtung entwickeln. Wir bewegen uns vorwärts und sind nahe dran dieses Erfolgserlebnis einzufahren. Zuhause wollen wir in den nächsten Heimspielen noch mehr Mut zeigen und den Fans ihren Heimsieg schenken. Sie haben es sich verdient. Die Unterstützung in den letzten beiden Heimspielen war sehr stark und das bleibt auch bei der Mannschaft hängen. Wir können im September in der Liga und im Cup einen wichtigen Schritt machen und der soll nun auch auf der Anzeigetafel sichtbar werden. Wir glauben daran.

Steckbrief:

Name: Werner Grabherr:
Geburtsdatum: 08.09.1985
Nationalität: Österreich
Funktion: Cheftrainer