Der CASHPOINT SCR Altach und die Herbstsaison – das ist so eine Sache. Nach dem starken Frühjahr war die Erwartungshaltung vor der Saison optimistisch. Die Leistungen im Herbst konnten diese noch nicht rechtfertigen. Allerdings ist erst ein knappes Saisondrittel absolviert und damit noch nichts entschieden. 

August 2020: Der Saisonstart 2020/21 war durch die lange Corona-Pause im Frühjahr verzögert. Anfang August, wenn normalerweise die ersten Bundesliga-Runden absolviert werden, kamen die Kicker in diesem Jahr erst aus dem kurzen Sommerurlaub zurück. Sommervorbereitung im heißesten Monat des Jahres – das hieß heuer schwitzen, schwitzen, schwitzen. Und auch die Testspielgegner konnten sich sehen lassen. Allen voran das Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Am Ende mussten sich Dabanli und Co. dem Star-Ensemble um Erling Haaland mit 0:6 geschlagen geben – zur richtigen Einordnung: Die Wiener Austria erhielt nur vier Tage später, ebenfalls in der CASHPOINT Arena, sogar elf Gegentreffer gegen den BVB.  

September 2020: Weil 2020 eben ein verrücktes Jahr war, konnte auch das erste Pflichtspiel der Saison 20/21 nicht wie geplant über die Bühne gehen. Corona-Fälle beim Cup-Gegner Union Gurten sorgten am Tag vor dem Spiel für die Verschiebung. Am 12. September folgte dann in der CASHPOINT Arena trotzdem endlich der Startschuss in die neue Saison. Beim 1:1 gegen den TSV Hartberg durften nicht nur erstmals wieder 3.000 Zuschauer ins Stadion, auch der Auftritt des Heimteams machte Hoffnung auf mehr. Genau so die erste Halbzeit eine Woche später in Salzburg, wo Altach sogar 1:0 führte, sich am Ende aber doch deutlich mit 1:4 geschlagen geben musste.

Oktober 2020: Zwei Länderspiel-Pausen und nur drei Pflichtspiele im Oktober. Zwei gewann der SCRA (4:2 gegen die Admira und 7:0 gegen den SV Seekirchen), eines verlor er recht deutlich (0:4 gegen Sturm Graz). So richtig den Schwung vom Play Off  konnten Daniel Nussbaumer und Co. aber nicht aufnehmen. Abseits des grünen Rasens meldete sich Corona mit voller Kraft zurück. Der Saisonauftakt gegen Hartberg sollte somit leider das einzige Heimspiel mit zumindest 3.000 Zuschauern im Herbst bleiben. Gegen die WSG Tirol und beim Sieg gegen die Admira, sowie beim deutlichen 7:0 im ÖFB-Cup gegen Seekirchen durften immerhin noch 500 kommen, danach wurde zum zweiten Mal in diesem Kalenderjahr auf Geisterspiele umgestellt.

November 2020: Nicht nur die Anhänger wurden im November schmerzlich vermisst, auch die Form war dem SCRA leider abhanden gekommen. In der Bundesliga wusste der SCRA im ganzen November einzig beim Heimremis gegen die Austria zu überzeugen und auch den Ausflug zur Vienna im UNIQA ÖFB Cup (1:2) hatten sich die Rheindörfler deutlich anders vorgestellt.

Dezember 2020: Drei Spiele, die Hoffnung auf Punkte machten, hatte der SCRA im Dezember vor der Brust. St. Pölten, Ried und Hartberg hießen die Gegner, dazu hatten die Rheindörfler ja im letzten Jahr schon bewiesen, dass sie Jahres-Finish eigentlich können. Wirklich erfüllt hat die Pastoor-Truppe die Erwartungshaltung aber nur in Ried, wo ein ganz wichtiger 4:1-Auswärtserfolg eingefahren wurde. Nach zwölf absolvierten Runden steht der SCRA damit an der vorletzten Stelle in der tipico Bundesliga. Der späte Saisonstart hat in dieser Situation aber auch sein gutes: Im Frühjahr bleiben den Rheindörflern noch zehn Runden im Grunddurchgang und dann weitere zehn im Play Off, um den fraglos enttäuschenden Herbst zu reparieren.  

Zum Abschluss eines turbulenten, aufregenden und nicht immer einfachen Jahres 2020 möchten wir uns bei allen SCRA-Fans, -Partnern und -Funktionären sowie allen freiwilligen Helfern bedanken. Besonders eure Unterstützung und Solidarität in der Corona-Krise war und ist unglaublich. Wir haben uns über jede einzelne Unterstützung, Nachricht und nette Geste gefreut.