Das Wintertrainingslager in Side geht langsam aber sicher in die finale Phase. Nach acht intensiven Trainingstagen folgt morgen noch das Testspiel gegen den slowakischen Erstligisten MFK Ruzomberok, bevor sich unser Team am Freitag auf den Weg zurück ins mittlerweile verschneite Ländle macht. Nach dem Regentag gestern bot Side heute wieder deutlich angenehmeres Wetter, so dass Zwischenbrugger und Co. bereits am Vormittag die Trainingsplätze am Side Emirhan Complex nutzen konnten.

Nachmittagseinheit in zwei Gruppen

Während am Vormittag noch für die gesamte Mannschaft eine Taktikeinheit auf dem Platz auf dem Programm stand, wurde die Trainingsgruppe am Nachmittag zweigeteilt – für die Einen ging es nochmal raus ins Freie, der Rest blieb für eine Lockerungs-Einheit in der Kraftkammer. Ihr fragt euch, weshalb sich die Trainingsinhalte innerhalb der Mannschaft doch oftmals stark unterscheiden?

Dabei spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle. Zum Einen sind die Unterteilungen der Trainingsgruppe teils positionsbedingt – so steht bei einem Stürmer öfters Torabschluss auf dem Trainingsplan, als dies bei einem Abwehrspieler der Fall ist, ein Verteidiger muss taktisch anders geschult werden, als die offensiven Kollegen und der Torwart trainiert zumeist spezifisch mit dem Tormanntrainer.

Der Weg zum richtigen Training 

Ein ganz wichtiger Faktor für die Trainingssteuerung ist aber auch das Belastungs-Monitoring, welches im Profisport heutzutage Gang und Gäbe ist. So werden die Spieler über verschiedene Sensoren, welche beispielsweise in einem Brustgurt angebracht sind, fast dauerhaft überwacht. Die medizinische Abteilung kann aus diesen Daten dann ganz genau ablesen, welche Art von Training für den jeweiligen Spieler gerade am besten ist. Dabei geht es zum einen darum, Verletzungen zu verhindern – ein überlasteter Spieler ist deutlich verletzungsanfälliger – zum anderen aber auch, den optimalen Trainings-Fortschritt zu gewährleisten.

Zusätzlich muss die Trainingsbelastung aber auch dem Spielplan angepasst werden – zum Spiel sollte die gesamte Mannschaft so ausgeruht werden, dass die maximale Leistung abgerufen werden kann. Inwiefern das nach einem intensiven Trainingslager möglich ist, wird sich morgen zeigen, wenn wir ab 16 Uhr (14 Uhr mitteleuropäischer Zeit) auf den MFK Ruzomberok treffen. Spätestens in zweieinhalb Wochen zum Frühjahrs-Auftakt gegen die Austria sind dann aber mit Sicherheit alle bei 100 %.