Emanuel Schreiner ist am Samstag als erst sechster Spieler zum 200. Mal für den SCRA aufgelaufen. Kapitän Philipp Netzer eine Woche zuvor sogar schon zum 317. Mal – ebenfalls eine magische Marke.  

Das 0:0 am Samstag gegen FK Austria Wien geht wahrlich nicht als Offensiv-Spektakel in die Geschichtsbücher ein. Nichtsdestotrotz konnten aus Altacher Sicht am Ende viele positive Erkenntnisse gezogen werden. Insbesondere defensiv wusste der SCRA zu gefallen und hat es geschafft, mit Ausnahme der letzten Aktion im Spiel, die Austria weit vom Tor von Martin Kobras fernzuhalten.

Fleißiger Arbeiter

Einer, der maßgeblichen Anteil am stark verbesserten Auftreten des SCRA hatte, war Emanuel Schreiner. Auf den Tag genau vier Monate nach seinem letzten Startelf-Einsatz in der Bundesliga – übrigens ebenfalls gegen die Austria – schenkte Alex Pastoor dem Familien-Vater von Beginn weg das Vertrauen. Und Schreiner war einer von vielen, die es an diesem Tag rechtfertigen sollten. Der Linksfuß rackerte sich 64 Minuten lang für die Mannschaft ab, war aggressiv in den Zweikämpfen und hatte auch offensiv mehrere gute Aktionen – mit einem Weitschuss zwang er Pentz zur ersten guten Tat der Partie.

Nachdem er schon eine Woche zuvor gegen Rapid ins kalte Wasser springen musste, da Emir Karic nach einer viertel Stunde verletzungsbedingt nicht weitermachen konnte, war es für Schreiner gegen die Austria sein 200. Pflichtspieleinsatz im SCRA Trikot. Als erst sechster Spieler überhaupt, hat er diese „magische Marke“ überschritten.

Eine fixe Größe

Der gebürtige Oberösterreicher ist im Sommer 2013 von der SV Ried ins Ländle gewechselt. In der darauffolgenden Aufstiegssaison spielte er sich links hinten schnell fest und daran sollte sich auch in den vergangenen Jahren nicht viel ändern, wenn sich auch sein Bewegungsradius kontinuierlich etwas näher zum gegnerischen Tor verschoben hat.

Netzer zieht mit Lienhart gleich

In der ewigen Bestenliste aller SCRA-Profispieler hat Schreiner nur noch Benedikt Zech, Alex Guem, Philipp Netzer, Andreas Lienhart & Martin Kobras vor sich. Wenn er verletzungsfrei bleibt, ist es wohl eine Frage der Zeit, bis er an Zech vorbeizieht – 10 Einsätze fehlen noch. Übrigens hat auch Kapitän Philipp Netzer zuletzt eine magische Marke gesetzt. Mit seinem Einsatz bei Rapid stand er zum 317. Mal als SCRA-Profi auf dem Platz und holte damit einen gewissen Andreas Lienhart ein. Einzig Martin Kobras hat noch mehr SCRA-Einsätze auf seinem Konto.

Rekordspieler SCR Altach (nur Profi-Spiele):
1. Martin Kobras: 333 Einsätze
2. Philipp Netzer / Andreas Lienhart: 317 Einsätze
4. Alexander Guem: 265 Einsätze
5. Benedikt Zech: 210 Einsätze
6. Emanuel Schreiner: 200 Einsätze
7. Hannes Aigner: 195 Einsätze
8. Louis Mahop: 190 Einsätze
9. Jan Zwischenbrugger: 181 Einsätze
10. Oliver Schnellrieder: 162 Einsätze