Nächstes Erfolgserlebnis für den SCRA. Trotz angespannter Personalsituation holten Kobras und Co. bei Sturm Graz einen 2:1-Auswärtserfolg und feierten den zweiten Ligaerfolg im Dezember.  

Karic musste passen

Bereits vor der Partie hatte der SCRA den ersten Dämpfer zu verkraften. Zur langen Verletztenliste gesellte sich Emir Karic, der mit muskulären Problemen nicht auflaufen konnte. Alex Pastoor beorderte Philipp Schmiedl, Matthias Puschl und Emanuel Schreiner zu Jan Zwischenbrugger in die Vierer-Abwehrkette.

Sturm trifft mit der ersten Möglichkeit

Trotz der zahlreichen Ausfälle präsentierte sich der SCRA gleich mutig und presste die Grazer in der Anfangsphase hoch an. Allerdings wurde dieser Mut nicht belohnt. Nach nur drei Minuten war es Jakob Jantscher, welcher von der Altacher Hintermannschaft sträflich vernachlässigt wurde und früh auf 1:0 zugunsten des Gastgebers stellte – Kobras war beim Abschluss des Ex-ÖFB-Nationalspielers machtlos.  

Trotz des frühen Nackenschlags versteckte sich das Gästeteam aber nicht und versuchte weiterhin selber die Initiative zu ergreifen. Bis zum Sechzehner war das Ganze auch durchaus gut anzusehen, beim finalen Pass oder im Abschluss fehlte aber die letzte Konsequenz. Den ersten Abschluss aufs Grazer Tor verbuchte dann Sidney Sam (17.), sein gut angetragener Schuss fiel aber etwas zu zentral aus und stellte Siebenhandl vor keine gröberen Probleme.

Altach die bessere Mannschaft

Während vom Heimteam in der gesamten ersten Halbzeit kaum etwas zu sehen war, war der SCRA weiterhin darauf bedacht, mit einem gepflegten Aufbauspiel in die gefährliche Zone zu kommen. In letzter Konsequenz gelang es aber nicht, daraus auch Kapital zu schlagen, so dass es mit einem 0:1-Rückstand in die Kabinen ging.

Nach Wiederanpfiff hatte erneut der SCRA die erste gefährliche Offensivaktion auf seiner Seite. Sam tankte sich mit viel Geschwindigkeit durchs Grazer Mittelfeld, setzte Tartarotti eigentlich perfekt in Szene, doch der zielte aus knapp 17 Metern deutlich zu hoch. Aber auch Sturm war jetzt gewillt, deutlich mehr in die Partie zu investieren. Im direkten Gegenzug verhinderte Schmiedl mit einer starken Grätsche gegen Despodov Gefährlicheres, Hierländer scheiterte in Minute 52 und 55 gleich zweimal per Kopf an Kobras.

Gebauer krönt Altacher Druckphase

Nach genau einer Stunde fehlten dem SCRA dann Millimeter zum Ausgleich. Sidney Sam versuchte es von der Sechzehnerecke, sein Ball landete am Innenpfosten, sprang aber wieder heraus. Als Christian Gebauer wenige Augenblicke später traf, entschied Schiri Drachta auf Abseits. In Minute 62 war es dann aber soweit. Einen tollen Außenristpass von Berisha, fälschte Gebauer gefinkelt zum völlig verdienten Ausgleich ins Grazer Tor ab. Der SCRA wollte dann auch gleich nachlegen, Berishas Schuss etwa eine Minute später klärte Siebenhandl mit den Fäusten.

In Minute 72 hatte der SCRA dann Glück, als Sturm nach einem Freistoß den schnellen Konter ausspielen wollte. Emanuel Schreiner klärte aber in Extremis und bewahrte sein Team vor dem neuerlichen Rückstand. Drei Zeigerumdrehungen später war der 30-Jährige wieder offensiv in Aktion. Seine Flanke fand in Person von Christian Gebauer auch einen Abnehmer, diesmal hatte Siebenhandl aber keine Probleme.

Sidney Sam mit dem Goldtor

Für Matthias Puschl war sein Startelfdebüt in der Bundesliga nach 80 Minuten zu Ende. Beim Youngster ging nichts mehr, so dass auch Daniel Nussbaumer erstmals in dieser Saison auf den Platz durfte. Wie schon in der Vorwoche verteidigte der SCRA im Anschluss leidenschaftlich und kam durch Sidney Sam in der Nachspielzeit nochmal zur Möglichkeit, die sich dieser nicht entgehen ließ. So entführt der SCRA nicht unverdient drei Punkte aus der steirischen Landeshauptstadt.

SK Sturm Graz vs. CASHPOINT SCR Altach 1:2 (1:0)
Sonntag, 08.12.2019, 14:30 Uhr
Merkur Arena, Graz

Tore: 1:0 Jantscher (3.), 1:1 Gebauer (62.), 1:2 Sam (90.)