Am Freitagvormittag testete der CASHPOINT SCR Altach hinter verschlossenen Türen gegen Zweitligist Austria Lustenau.

Alex Pastoor musste auf den noch leicht angeschlagenen Sidney Sam – er absolvierte am Morgen eine individuelle Einheit – verzichten. Dafür startete Marco Meilinger erstmals seit seiner schweren Verletzung. Im Tor begann Benjamin Ozegovic statt Martin Kobras, der beim Ligaauftakt in eineinhalb Wochen gesperrt fehlen wird.

Trotz zahlreicher Wechsel – insgesamt brachte Alex Pastoor 24 Spieler zum Einsatz – setzte sich der SCRA am Ende mit 3:1 (0:0) durch.

Altach von Beginn weg aktiver

Der SCRA hatte von Beginn weg das Zepter in der Hand und fand auch die ersten Tormöglichkeiten vor. Erst köpfte Tartarotti alleinstehend zu zentral auf Torhüter Eres, dann brachte Zwischenbrugger den Ball aus kurzer Distanz nicht im leeren Tor unter. Bei einem Abschluss von Meilinger vom Sechszehner war erneut Eres gefordert.

Es dauerte gut 20 Minuten, ehe sich auch die Gäste erstmals an das Altacher Tor annäherten. Ozegovic bestand seine Bewährungsprobe gegen Ranacher. Deutlich brenzliger wurde es wenige Augenblicke später nach einem Fehler im Spielaufbau. Aluminium verhinderte  den Gäste-Treffer.

Thurnwald offensiv gefährlich

Auf der Gegenseite hatte dann auch der SCRA Aluminiumpech. Thurnwald bewies aus 18 Metern per Freistoß ein feines Füßchen. Der Ball sprang vom Innenpfosten aber vor die Linie, es blieb beim 0-0. Auch im Anschluss war Altachs Rechtsverteidiger ein steter Gefahrenherd. Bei einem Abschluss von der Sechzehnerkante hatte erneut Eres seine Finger im Spiel.

Beide Teams treffen

Zur Pause wechselte Alex Pastoor dann mit Ausnahme von Schlussmann Ozegovic seine gesamte Mannschaft aus. Das Spiel war kaum wieder angepfiffen, da führte der Gast bereits. Freitag reagierte nach einem Eckball am schnellsten und traf aus kurzer Distanz zum 0:1. Danach hatte der SCRA das Geschehen aber wieder weitestgehend im Griff und stellte nach einer Stunde verdient auf 1:1. Nussbaumer traf erst aus acht Metern die Latte, Villalba staubte ab.

Direkt im Anschluss verließ mit Ozegovic auch der letzte Akteur aus der Startformation den Platz. Kobras kam für ihn ins Spiel. Der SCRA war jetzt wieder die spielbestimmende Mannschaft und ließ den Ball gut laufen. Nach genau 70 Minuten gab es dann das zweite Comeback des Tages. Philipp Netzer kam ebenso wie Aljaz Casar ins Spiel. Pangop und Jamnig wurden ausgewechselt.

Villalba und Fischer stellen Endstand her

Eine viertel Stunde vor Schluss münzte der SCRA seine Feldüberlegenheit dann in die Führung um. Villalba setzte seine Körper im Zweikampf mit Schilling geschickt ein, spielte quer auf Fischer und der traf zum 2:1. Kurz darauf hätte Philipp Netzer sein Comeback beinahe mit einem Treffer gekrönt. Ein Fischer-Freistoß landete genau auf dem Kopf des SCRA-Kapitäns, der den Ball hauchdünn am Tor vorbeisetzte.

In Minute 86 war es dann Fischer selbst, der nachlegte. Nach einem starken Angriff über rechts wurde er von Anderson mustergültig bedient und stellte eiskalt auf 3:1. Bei diesem Spielstand blieb es schlussendlich, so dass der SCRA in gut eineinhalb Wochen mit einem guten Gefühl in den Qualifikationsdurchgang starten kann.

CASHPOINT SCR Altach vs. SC Austria Lustenau 3:1 (0:0)
Freitag, 22.05.2020, 11 Uhr
CASHPOINT Arena

Tore: 0:1 Freitag (47.), 1:1 Villalba (59‘), 2:1 Fischer (76.), 3:1 Fischer (86.)