Der CASHPOINT SCR Altach ging im Gastspiel beim TSV Hartberg, trotz früher Führung, mit leeren Händen vom Platz. Wie schon in der Herbstsaison fing man sich in den Schlussminuten den spielentscheidenden Gegentreffer zum 1:2 (1:1). 

Dabei begann das Spiel aus Altacher Sicht nahezu perfekt, mit der frühen Führung nach bereits neun Minuten. Aber von Beginn an: Im Vergleich zum direkten Duell am Samstag änderte Cheftrainer Damir Canadi seine Startformation auf vier Positionen. Stefan Haudum rückte für den verletzten Philipp Netzer in die Innenverteidigung. Dazu kehrte Nosa Edokpolor, nach überstandener Gehirnerschütterung, zurück auf den Platz. Außerdem standen Aljaz Casar und Alain Wiss von Beginn weg im Aufgebot.

Und der SCRA positionierte sich zunächst deutlich tiefer als noch im ersten Aufeinandertreffen mit Hartberg. Kompakt stehen und auf mögliche Kontersituationen lauern, lautete die Devise. Aus einer solchen entsprang dann auch der erste Altacher Eckball, den Aljaz Casar zum vermeintlichen 1:0 nützte. Allerdings hatte der Ball bei Fischers Eckball-Hereingabe die Torauslinie bereits überquert und der Treffer zählte nicht.

Maderner trifft früh

Keine Minute später klingelte es dann aber trotzdem im Hartberger Kasten (9.). Nach einem tollen Meilinger-Pass in die Schnittstelle zu Manfred Fischer legte dieser uneigennützig quer auf Daniel Maderner, welcher nur noch einschieben musste. Und der SCR Altach sollte auch in der Folge gefährlich bleiben. Genau 15 Minuten standen auf der Stadionuhr, als Meilinger und Maderner erneut toll kombinierten. Manfred Fischer ließ im eins gegen eins mit Rene Swete die Großchance auf das 2:0 liegen.

Kainz mit dem Ausgleich

Die Hartberger sammelten sich dann aber und kamen in Minute 22 zum Ausgleich. Diesmal war ein Altacher Ballverlust vorausgegangen, den die Hartberger konsequent bestraften. Nach einem blitzschnell vorgetragenen Konter traf Kainz per wuchtigem Abschluss von der Strafraumgrenze.  

Anschließend verlor die Partie deutlich an Fahrt, weil sich bei beiden Teams die Unkonzentriertheiten häuften. Abschlüsse von Flecker (30.) und Horvath (42.), sowie ein Kopfball von Dabanli (43.), waren bis zur 45. Minute noch das Gefährlichste, was beide Teams in Petto hatten. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatte der SCRA aber noch einmal Glück. Nach einer Unsicherheit von Kobras klärte Stefan Haudum per Kopf für seinen geschlagenen Goalie.

Beide Trainer wechseln zur Pause

Zum Anpfiff der zweiten Hälfte stand dann jeweils ein neuer Mann auf dem Platz. Beim SCRA kam Csaba Bukta für Marco Meilinger, auf der Gegenseite ersetzte Seifedin Chabbi Ex-Altacher Andreas Lienhart. Und der eingewechselte Bukta setzte dann auch die erste Duftmarke nach der Pause (50.). Casar setzte ihn mit einem Chip-Ball aus dem Halbfeld sehenswert ein, der Ungare brachte aber zu wenig Druck hinter seinen Kopfball.

Deutlich brenzliger wurde es zehn Minuten später auf der Gegenseite. Nach einer scharfen Kopfballvorlage von Flecker kam Kainz im Strafraum zu freistehend zum Ball, zielte zum Glück für den SCRA aber einen knappen halben Meter zu hoch. Genauso wenige Augenblicke später Rajko Rep, der an der Sechzehnerkante zum Schuss kam.

Oum Gouet und Stefel kommen

Damir Canadi reagierte dann auf die Hartberger Druckphase und brachte mit Samuel Oum Gouet und Mario Stefel zwei frische Kräfte für die letzte halbe Stunde. Am Drücker blieben trotzdem weiterhin die Gastgeber – nach einem Eckball hatte Gollner die gute Kopfballmöglichkeit am Fünfer, wurde von Nosa Edokpolor aber noch entscheidend gestört.

Der SCRA brauchte dann eine Standardsituation, um erstmals richtig gefährlich zu werden. Manuel Thurnwald setzte einen Freistoß aus 25 Metern nahezu perfekt, scheiterte aber an Rene Swete und dem Hartberger Pfosten. Swete stand dann auch wenige Sekunden später im Mittelpunkt, als er einen scharfen Abschluss von Manfred Fischer sehenswert über das Lattenkreuz lenkte.

Ried trifft für Hartberg

Und so erlebte der SCRA ein Deja-Vu – wie schon beim Gastspiel im Herbst kassierte man in den Schlussminuten den ganz bitteren entscheidenden Gegentreffer. Der eingewechselte Lukas Ried traf für die Hartberger zum 2:1 – erneut war ein Ballverlust im Mittelfeld vorausgegangen. Der SCRA fand auf diesen späten Schock nicht mehr die richtige Antwort und ging mit einer ganz bitteren Auswärtsniederlage vom Platz.

Es folgt eine zehntägige Ligapause, im Anschluss trifft der SCRA am 8. Mai (17:00 Uhr) zuhause auf die Wiener Austria. Vier Spiele vor Schluss beträgt das Punktepolster auf Tabellenschlusslicht St. Pölten drei Zähler. 

TSV Hartberg vs. CASHPOINT SCR Altach 2:1 (1:1)
Dienstag, 27.04.2021, 18:30 Uhr
Profertil Arena, Hartberg

Tore: 0:1 Maderner (9.), 1:1 Kainz (23.), 2:1 Ried (85.)