Trainer Werner Grabherr musste beim Gastspiel im Allianz Stadion gegen Rekordmeister Rapid Wien kurzfristig auf den erkrankten Andi Lienhart verzichten. Der Neo-Coach schickte seine Elf in einer 5-3-2-Formation auf das Feld, Gebauer übernahm dabei anstelle des Routiniers den defensiveren Part auf der rechten Seite.

Erwartungsgemäß hatten die Gastgeber Vorteile in der Ballbesitzstatistik, Netzer & Co agierten defensiv aber sehr konzentriert und so kamen die Hütteldorfer in der ersten Viertelstunde zu keinen nennenswerten Gelegenheiten. Auch in weiterer Folge ließen die Rheindörfler nur wenig Räume, hielten den Gegner zumeist vom eigenen Tor fern.

Alar erzielt Führung

Trotz optischer Überlegenheit geriet der SCRA dann nach 35 Minuten ins Hintertreffen. Ein eigentlich völlig missglückter Schussversuch von Knasmüllner landete direkt vor den Beinen von Alar, der Goalgetter hatte dann aus sechs Metern wenig Mühe zum 1:0 für die Gastgeber zu vollenden.

Kurz vor der Pause hatte Altach dann auch noch Pech mit einer Schiedsrichter-Entscheidung, denn der Unparteiische aus der Schweiz übersah ein glasklares Handspiel von Barac im eigenen Strafraum und verwehrte dem SCRA einen eigentlich glasklaren Elfmeter. Somit ging es mit dem Spielstand von 0:1 aus Altacher Sicht in die Kabinen.

Altach verstärkt Offensivbemühungen

Ohne personelle Änderungen schickte Werner Grabherr seine Schützlinge dann wieder zurück aufs Feld, im Spiel nach vorne waren die verstärkten Bemühungen der Rheindörfler nach Wiederbeginn aber klar zu erkennen.

In Halbzeit zwei waren dann elf Minuten absolviert, da kam es zum Comeback von US-Boy Joshua Gatt im SCRA-Trikot. Der Offensivmann hatte in dieser Woche die Spielgenehmigung erhalten und kam für den aktiven Marco Meilinger neu in die Partie.

Nach einer knappen Stunde zappelte die Kugel dann auch im Netz hinter Keeper Strebinger, Kapitän Philipp Netzer stand allerdings knapp im Abseits. Wenig später war das Spielgerät erneut hinter der Linie, der Unparteiische entschied zuvor aber auf Handspiel von Manfred Fischer.

Altach blieb aber weiterhin das spielbestimmende Team in diesen zweiten 45 Minuten, die beste Gelegenheit fanden aber genau zu Beginn der Rapidviertelstunde die Hütteldorfer vor, Knasmüllner traf nach Berisha-Vorarbeit aber nur die Stange. SCRA-Coach brachte mit Aigner und Dobras noch einmal frische Kräfte für die Offensive.

Joker Aigner gleicht aus

Es lief bereits die Schlussphase, da flankte Gatt von links zur Mitte und der ebenfalls eingewechselte Aigner war per Kopf zur Stelle und erzielte das vielumjubelte und verdiente 1:1 für die Gäste aus dem Ländle. Nach dem Ausgleich waren nur wenige Augenblicke vergangen, da hatte der SCRA dann auch das nötige Glück auf seiner Seite. Denn bei einem Heber von Knasmüllner rettete zum zweiten Mal an diesem Abend das Edelmetall für die Rheindörfler.

Schlussendlich blieb es beim 1:1-Endstand, der CASHPOINT SCR Altach holt einen mehr als verdienten Punkt bei Rekordmeister Rapid Wien. Nächsten Samstag steigt in der CASHPOINT Arena das Westderby gegen den FC Wacker Innsbruck.

 

SK Rapid Wien – CASHPOINT SCR Altach 1:1 (1:0)
Samstag, 04.08.2018
Allianz Stadion, 15.200 Zuschauer

Tore: 1:0 Alar (35.), 1:1 Aigner (88.)