Der CASHPOINT SCR Altach musste sich dem SK Rapid Wien am Sonntagnachmittag verdientermaßen mit 1:3 (0:1) geschlagen geben. Der Anschlusstreffer durch Stefel kam zu spät.

Erstmals nach mehr als eineinhalbmonatiger Verletzungspause kehrte Martin Kobras in das Aufgebot des SCRA zurück. Der 34-jährige Rückhalt begann genau wie Youngster Aljaz Casar, dem Alex Pastoor zu seinem ersten Startelf-Einsatz in der Bundesliga verhalf. Zusätzlich nahm Emanuel Schreiner – ebenfalls nach überstandener Verletzung – auf der Ersatzbank Platz. Wie sich herausstellte, sollte aber auch er, früher als erhofft, zu seinem Comeback kommen.

Das Ganze formierte sich in der Defensive zunächst als Fünferkette mit drei zentralen Mittelfeldspielern davor. Und der SCRA schien dann auch gleich gut hinein zu kommen. Die ersten Momente im Spiel gehörten der Pastoor-Truppe, zwei Karic-Flanken fanden aber keinen Abnehmer.  

Rapid schwungvoll

Nach etwa zehn Minuten nahm die Partie dann deutlich an Fahrt auf und Rapid das Zepter in die Hand. Christoph Knasmüllner hatte die erste richtig gute Möglichkeit auf dem Fuß, der hellwache Martin Kobras rettete aber im eins gegen eins. Im Gegenzug verpasste Maderner den richtigen Moment für das Abspiel auf den völlig freistehenden Obasi. Und so waren es nach weiteren zehn Zeigerumdrehungen erneut die Wiener mit zwei Top-Chancen. Wieder stand Kobras seinen Mann und vereitelte sowohl gegen Kitagawa als auch im direkten Nachschuss gegen Schick.

Zu diesem Zeitpunkt war der SCRA nur zu zehnt auf dem Platz, da Emir Karic verletzt aus dem Spiel musste und noch kein neuer Mann im Spiel war. Der Wechsel wurde dann zwar direkt im Anschluss vollzogen – Schreiner feierte sein Comeback – trotzdem ging Rapid wenige Augenblicke später in Führung. Nach einem Altacher Fehlpass im Mittelfeld schaltete das Heimteam blitzschnell, Knasmüllner (22.) musste nach idealem Stangerlpass nur noch seinen Fuß hinhalten.

Obasi mit bester SCRA-Chance vor der Pause

Und im Anschluss sollte sich der Rekordmeister diese Führung auch verdienen. Einzig Martin Kobras war es zu verdanken, dass die Partie nicht frühzeitig vorentschieden war. Während auf Seiten der Wiener Ullmann und Schick weitere Top-Möglichkeiten vergaben, fand Chinedu Obasi in Minute 28 die bis dahin beste Altacher Chance vor. Nach einer Maßflanke von Daniel Maderner setzte der Nigerianer seinen Kopfball eigentlich perfekt, Paul Gartler parierte aber mit einem starken Reflex. Alex Pastoor hatte indes auf 4-3-3 umgestellt, wobei der eingewechselte Schreiner auf dem linken Flügel aufgeboten wurde.

Rapid war in dieser Phase allerdings die deutlich spielbestimmende Mannschaft. Immer wieder gelang es den „Grün-Weißen“ den Altacher Abwehrriegel zu knacken und so erlebte Martin Kobras ein arbeitsintensives Comeback.  

Kitagawa stellt auf 2:0

Das Bild in Halbzeit zwei war dann über weite Strecken ein Ähnliches. Altach kam zwar immer wieder in Situationen, die Gefahr vor dem Rapid-Tor versprachen. Obasi und Co. spielten die Angriffe aber zu umständlich aus, so dass meistens noch deutlich vor dem Strafraum der Wiener Endstation war. Und auch im Defensivverhalten wirkte das Auswärtsteam teils unkonzentriert. Schick und Kitagawa vergaben die ersten Möglichkeiten nach Wiederanpfiff zwar noch, im dritten Anlauf stellte der Japaner (54.) dann aber auf 2:0. Ähnlich dem 1:0 ging ein Querpass voraus, den Kitagawa nur noch über die Linie drücken musste.

Nach einer Stunde reagierte Alex Pastoor mit einem Doppelwechsel. Er brachte Daniel Nussbaumer und David Bumberger für Chinedu Obasi und Philipp Netzer ins Spiel und kehrte damit auch wieder zur Fünferkette zurück.  

Ritzmaier mit der Entscheidung

Zehn Minuten später zog der Niederländer dann auch noch seine letzten Offensivtrümpfe Mario Stefel & Johannes Tartarotti. Dafür nahm er Aljaz Casar aus dem Spiel und auch für Emanuel Schreiner war der Arbeitstag wieder beendet. Am gebrauchten Nachmittag änderten die personellen Anpassungen aber nichts mehr. In der Schlussphase hatte man zunächst noch Glück, als Kara alleinstehend vor Kobras nur die Torumrandung traf. Wenige Augenblicke später bekam aber auch Ritzmaier (82.) kaum Gegenwehr und traf sehenswert zum 3:0.

Stefels Treffer kommt zu spät

Mario Stefel (83.) betrieb dann mit einem schönen Schlenzer im Gegenzug zwar noch Ergebniskorrektur, die Auswärtsniederlage war zu diesem Zeitpunkt aber schon besiegelt. 

Die Mannschaft wird noch heute mit dem Bus ins Ländle zurückkehren und sich ab Montag auf das Cup-Spiel gegen die Vienna (04.11.2020, 18:00 Uhr) vorbereiten. Zu diesem reisen Philipp Netzer und Co. am Mittwochmorgen mit dem Flugzeug an.

SK Rapid Wien vs. CASHPOINT SCR Altach 3:1 (1:0)
Sonntag, 01.11.2020, 14:30 Uhr
Allianz Stadion, Wien

Tore: 1:0 Knasmüllner (22.), 2:0 Kitagawa (54.), 3:0 Ritzmaier (81.), 3:1 Stefel (83.)