Für den CASHPOINT SCR Altach ist im Achtelfinale des UNIQA ÖFB-Cups Endstation. Die Pastoor-Truppe verlor ihr Gastspiel bei der Vienna mit 1:2 (1:1).

Im Vergleich zur 0:2-Heimniederlage gegen den WAC am Wochenende veränderte Cheftrainer Alex Pastoor seine Mannschaft auf vier Positionen. Neben Schlussmann Tino Casali durften auch Berkay Dabanli, Manfred Fischer und Chinedu Obasi von Beginn an ran. Emanuel Schreiner führte die Gast-Mannschaft als Kapitän aufs Feld.

Früher Rückstand

Altach begann dann aber überaus fahrig und war in der Anfangsphase sichtlich überrascht vom aggressiven Auftreten der Vienna. Bereits nach fünf Minuten hatten die Döblinger, nach einem Missverständnis im SCRA-Aufbauspiel, die riesen Möglichkeit auf die frühe Führung, Casali konnte seinen Fehlpass aber mit einer starken Fußabwehr reparieren. Drei Zeigerumdrehungen später war er machtlos. Bei einem langen Ball auf Düzgün war die Altacher Hintermannschaft unsortiert und dieser nutzte dies mit einem feinen Heber zum 1:0.

Obasi gleicht aus

Es sollte 17 Minuten dauern, ehe sich dann auch Altach erstmals vors gegnerische Tor wagen sollte, Schreiner entschied sich im drei gegen zwei allerdings für die falsche Anspielstation. Trotzdem folgte wenige Augenblicke später der Ausgleich. Nach einer Schreiner-Flanke schob Obasi im Strafraum überlegt zum 1:1 ein. Von diesem Zeitpunkt an war der Favorit besser im Spiel und nur wenige Augenblicke später hätte Stefel beinahe nachgedoppelt – Oktay Kazan zeigte im Tor der Vienna allerdings erstmals sein Können.

Bis zur Pause war Altach dann zwar besser im Spiel – Anderson vergab die beste Möglichkeit per Kopf – vor dem Seitenwechsel fielen aber keine Tore mehr.

Düzgün triff erneut

Alex Pastoor stellte in der Kabine dann auf Viererkette um und das schien zunächst zu fruchten – Altach kam aggressiver aus der Kabine. Wie in Halbzeit eins ging aber erneut die Vienna in Führung und wieder hieß der Torschütze Volkan Düzgün (54.). Wiederum stellte sich der SCRA im Abwehrverhalten nicht wirklich gut an, Düzgün konnte am Fünfer freistehend einschieben. Pastoor reagierte nur wenige Augenblicke später und brachte gleich drei Neue. Daniel Maderner, Aljaz Casar und Emir Karic kamen neu ins Spiel. Für Mario Stefel, Emanuel Schreiner und Nosa Edokpolor ging es nicht weiter.

Wie schon vor der Pause sollte es gut 20 Minuten dauern, ehe Altach erstmals richtig gefährlich wurde. Nach Anderson-Flanke behauptete Maderner den Ball im Strafraum stark, scheiterte mit seinem Abschluss aber an Torhüter Kazan. Im Anschluss brachte Alex Pastoor Johannes Tartarotti für Manfred Fischer in die Partie. Keine 30 Sekunden auf dem Feld zirkelte der Bregenzerwälder auch gleich einen Freistoß aufs gegnerische Tor, Kazan fing diesen aber sicher herunter.

Babil und Maderner lassen Top-Möglichkeiten liegen

Es sollte aber wieder für längere Zeit die letzte Altacher Möglichkeit bleiben. Für die Schlussviertelstunde brachte Alex Pastoor deshalb mit Kofi Babil einen weiteren Offensivmann aufs Feld. Gefährlich wurde es trotzdem weiterhin nur nach Standards. Diesmal durfte es Casar mit einem Freistoß aus knapp 18 Metern probieren, der Versuch den Ball ins Tor abzufälschen misslang Chinedu Obasi aber.

Erst in der absoluten Schlussphase gelang dann auch aus dem Spiel heraus noch etwas Zählbares. Kofi Babil und Daniel Maderner vergaben aber jeweils aus kurzer Distanz – beide Male war Schlussmann Kazan auf dem Posten.

Die Vienna brachte die knappe Führung über die Zeit und steht im Viertelfinale des UNIQA ÖFB-Cups. Für den SCR Altach gilt es schnell zurück in die Spur zu finden – schon am Sonntag (14:30 Uhr) geht es in der Bundesliga mit einem Auswärtsspiel beim LASK weiter.

First Vienna FC vs. CASHPOINT SCR Altach 2:1 (1:1)
Mittwoch, 25.11.2020, 20:25 Uhr
Hohe Warte, Wien

Tore: 1:0 Düzgün (8.), 1:1 Obasi (20.), 2:1 Düzgün (54.)