Unter etwas anderen Vorzeichen als gewohnt, stand die heutige Spieltagspressekonferenz vor dem morgigen Heimspiel gegen die WSG Tirol. Aufgrund der kurzfristigen Zuschauer-Begrenzungen hat sich zusätzlich zum sportlichen Teil mit Alex Pastoor und Philipp Netzer auch Geschäftsführer Christoph Längle geäußert.

Die Stimmen der Pressekonferenz in der CASHPOINT Arena:

Alex Pastoor über das Spiel gegen WSG Tirol: „Die Ergebnisse der vergangenen Saison gegen WSG Tirol nützen uns morgen nichts. Wir müssen einen guten Matchplan haben, diesen umsetzen und auf dem Platz erkennen, was gefragt ist. Dann werden wir erfolgreich sein. Wir müssen noch mehr ein Bewusstsein für unsere Stärken entwickeln. Aber auch dafür, wo wir vielleicht verwundbar sind. Die Mannschaft ist bereit, alle sind topfit und wir wissen was wir zu tun haben. Das wichtigste ist, diese Präsenz von der ersten Sekunde an auf den Platz zu bringen.“

…über den Kader: „Emanuel Schreiner und Martin Kobras werden uns auch morgen fehlen. Ansonsten können wir auf alle Mann zurückgreifen. Auch Kofi Babil hat jetzt drei oder viermal mit trainiert. Er braucht noch etwas Zeit, ist aber ein Spieler, der für Überraschungen sorgen kann.“

Philipp Netzer: „Ich fühle mich top fit und auch in der Lage über 90 Minuten zu spielen. Nichtsdestotrotz akzeptiere ich meine momentane Rolle vollkommen. Für mich zählt nur die Mannschaft, deshalb ist es egal ob ich in der Startformation stehe, auf der Bank oder auf der Tribüne sitze – ich versuche mich bestmöglich in den Dienst des Teams zu stellen.“

Christoph Längle über die Kontingentierung auf 500 Zuschauer: „Wir haben die Krise bis dato sehr ordentlich gemeistert. Es macht mich stolz, wie gut wir durchgekommen sind. Vielleicht sind die vergangenen Monate sogar als erfolgreichste meiner 20 Jahre beim SCRA zu werten. Wir haben versucht, den Schaden gemeinsam mit Sponsoren, Mitgliedern und Dauerkartenbesitzern zu minimieren, waren nach LASK und Salzburg auch die Ersten, die aus der Kurzarbeit gegangen sind. Umso mehr hat uns diese Entscheidung heute überrascht und auch enttäuscht. Uns ist klar, dass wir alles unternehmen müssen, um einen zweiten Lockdown zu verhindern. Wir sind auch keine Corona-Leugner und haben das Thema immer sehr ernst genommen. Trotzdem haben wir das Gefühl, dass hier Aktionismus betrieben wird und wir für das Fehlverhalten anderer bestraft werden. Wir haben ein hochprofessionelles Hygienkonzept ausgearbeit, das ja nachweislich funktioniert. Deshalb fehlt hier die Verhältnismäßigkeit.“

…über die Kommunikation und die Folgen: „Wir haben über die Medien erfahren, dass die Ampel Orange werden soll. Darauf haben wir gestern die Behörden kontaktiert. Heute hat es leider keine Kommunikation mehr gegeben. Der Bescheid wurde uns um 11:50 Uhr kommentarlos zugestellt. Wir haben uns am Vormittag trotzdem auf beide Szenarien vorbereitet und sind deshalb schon knapp 20 Minuten später an die Öffentlichkeit gegangen. 2.300 Business- und Dauerkartenbesitzer auf 500 runter zu brechen ist ein Kraftakt. Wir haben den Kompromiss getroffen je 250 Karten für Business- und Public-Bereich auszugeben. Die Public-Karten waren bereits nach kurzer Zeit ausgebucht.“

Zahlen & Fakten:

  • Der CASHPOINT SCR Altach ist bislang in Bundesligaspielen noch unbesiegt gegen die WSG Tirol. In vier direkten Duellen siegte dreimal der SCRA, ein Spiel endete Remis.
  • Der CASHPOINT SCR Altach hat 2020 nur ein Heimspiel verloren – am vorletzten Spieltag der Vorsaison gegen FK Austria Wien.
  • Auch in der vergangenen Saison traf der SCRA am 3. Spieltag zuhause auf die WSG Tirol. Trotz zweimaligem Rückstand feierte Altach am Ende den ersten Saisonsieg, den Jan Zwischenbrugger mit seinem Siegtreffer kurz vor Schluss besiegelte.
  • Die WSG Tirol senkte das Durchschnittsalter des Kaders im Sommer von 26,8 auf 24,6 um über zwei Jahre.

CASHPOINT SCR Altach vs. WSG Tirol
Samstag, 26.09.2020, 17:00 Uhr
CASHPOINT Arena, Altach

Schiedsrichter: Dieter Muckenhammer