Nach der Freistellung von Werner Grabherr am Sonntag wird Co-Trainer Wolfgang Luisser gemeinsam mit Sportdirekter Georg Zellhofer bis auf weiteres das Coaching des CASHPOINT SCR Altach übernehmen. Wir haben uns mit dem Übergangs-Cheftrainer darüber unterhalten, wie er die zurückliegenden Negativerlebnisse möglichst schnell aus den Köpfen der Spielern bekommen möchte, um den Blick auf die anstehenden wichtigen Aufgaben richten zu können.

1. Servus Wolfgang, seit Sonntag bist du interimsweise Cheftrainer des SCRA. Gemeinsam mit Georg Zellhofer wirst du das Training leiten, bis ein neuer Übungsleiter gefunden ist. Wo gilt es in den kommenden Wochen den Hebel anzusetzen?

Zunächst geht es mit Sicherheit darum, die Köpfe der Spieler wieder aufzurichten und das Lächeln beim Fußballspielen zurück in die Gesichter zu bekommen. Wir wollen uns über die Trainingseinheiten unser Selbstvertrauen zurückholen, nachdem gerade das vergangene Wochenende für uns alle eine riesen Enttäuschung war.

2. Am Sonntag ging alles ganz schnell. Werner Grabherr wurde freigestellt und noch am Vormittag hast du deine erste Trainingseinheit geleitet. Wie hast du deine ersten Tage als vorläufiger Cheftrainer des SCRA erlebt?

Nach der Enttäuschung am Wochenende ist jetzt wieder eine positive Grundstimmung im Team zu spüren. Alle Spieler ziehen voll mit und man merkt, dass jeder die Chance, sich unter einem neuen Trainer aufzudrängen, nützen will. Ich selber will das Beste aus der Situation herausholen und werde dabei von Sportdirektor Georg Zellhofer perfekt unterstützt.

3. Trotz all der Aufregung ist der Fokus bereits wieder auf das nächste Auswärtsspiel bei Austria Wien gelegt. Was stimmt dich zuversichtlich, dass am Sonntag der erste Dreier im neuen Jahr eingefahren werden kann?

Wir spielen als Tabellenletzter beim Drittplatzierten und können eigentlich nur überraschen. Außerdem haben wir in der Herbstsaison mit dem 2:0 zuhause gezeigt, dass wir in der Lage sind, die Austria zu schlagen.

4. Nach der Punkteteilung geht es zunächst in die Länderspielpause, bis dahin soll auch ein neuer Trainer gefunden sein. Ist der neue Modus in der aktuellen Situation vielleicht sogar ein Vorteil, weil die Punkte halbiert und damit noch mehrere Mannschaften in den Abstiegskampf gezogen werden?

Das ist in unserer momentanen Situation mit Sicherheit ein riesengroßer Vorteil. Durch die Punkteteilung rückt alles näher zusammen, der Abstand auf die rettenden Plätze wird minimiert.

5. Zu guter Letzt noch eine persönliche Frage zu dir. Du warst ja bislang vorwiegend als Co-Trainer tätig. Hast du das Ziel, irgendwann auch als Cheftrainer eine Profimannschaft zu übernehmen?

Natürlich ist es das Ziel, irgendwann Cheftrainer zu werden und meine eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Dazu ist es notwendig in der ersten Reihe zu stehen und ich denke, durch meine jahrelange Co-Trainer-Tätigkeit konnte ich viele Erfahrungen sammeln. Jetzt freue ich mich aber einfach, dass mir der SCR Altach für die kommenden Wochen das Vertrauen gibt.

Steckbrief:

Name: Wolfgang Luisser
Geburtsdatum: 31.08.1979
Nationalität: Österreich
Position: Interimstrainer
Beim SCRA seit: 04.01.2018