Noch knapp eineinhalb Wochen dauert die Bundesliga-Saison 2019/20. Für Philipp Schmiedl war es die erste in der höchsten Österreichischen Spielklasse. Krönen möchte er sie mit dem Einzug in die Europacup-Play Offs.

1.) Am 1. Dezember beim Heimspiel gegen den WAC wurdest du, nach zuvor vier Spielen auf der Bank, kurz vor der Pause für den Verletzten Anderson eingewechselt. Seither hast du kein einziges Bundesligaspiel verpasst und der SCRA nur einmal verloren. Kurz vor Saisonende – wie bewertest du deine erste Bundesliga-Spielzeit?

Ich glaube meine Entwicklung in den vergangenen Monaten war ganz in Ordnung. Es war mir klar, dass in der ersten Bundesliga-Saison auch einmal schwierigere Phasen auf mich zukommen werden. Zufriedenheit wäre auf jeden Fall fehl am Platz – ich bin jemand, der sich ständig verbessern möchte. Dafür arbeite ich täglich hart. Mir ist es wichtig, dass die Mannschaft zu hundert Prozent auf mich zählen kann – sowohl auf als auch neben dem Platz.

2.) Wo siehst du selbst deine größte Stärken, wo vielleicht noch Schwächen?

Zu den Stärken zählen sicher das Kopfballspiel, die Robustheit in den Zweikämpfen, meine Geschwindigkeit und die mentale Stärke. Schwächen sehe ich keine (lacht). Nein, selbstverständlich gibt es sehr viele Bereiche, wo ich mit verbessern kann und muss. Dafür stehe ich jeden Tag auf dem Trainingsplatz.

3.) Der Klassenerhalt ist fix, die Zielsetzung lautet Europacup Play Offs. Wie groß ist die Motivation, die Saison noch etwas zu verlängern?

Wir haben uns als Mannschaft früh auf dieses Ziel festgelegt, dementsprechend groß ist jetzt auch der Hunger, es zu erreichen. Es stehen noch drei richtig wichtige Spiele in der Quali-Gruppe an, wo wir noch einmal alles raushauen müssen. Sollten wir es dann auch tatsächlich in die Play Offs schaffen, heißt es von Beginn weg unseren besten Fußball zu zeigen. Dann, glaube ich, ist einiges möglich.

4.) Aus dem Spiel heraus steht die Mannschaft in den vergangenen Wochen sehr stabil, lässt wenig zu. Anders sieht es bei ruhenden Bällen aus. Wie erklärst du dir die vielen Standard-Gegentore?

Im Fußball entscheiden oft Kleinigkeiten. Ich denke, wir sind jedes Mal top eingestellt, wissen was unsere Aufgabe ist. Diese gilt es dann aber auch – wie es der Trainer zuletzt betont hat – mit hundertprozentiger Überzeugung umzusetzen. Wenn du einen Schritt zu spät bist, ist der Ball im Tor. Klar ist, wir müssen uns in diesem Bereich deutlich steigern.

5.) Vor einem knappen Jahr bist du nach Vorarlberg gekommen. Was gefällt dir am Ländle am besten? Gibt es vielleicht auch einen Lieblingsplatz?

Vorarlberg besticht sicher durch seine unglaublich schöne Natur. Es tut gut, wenn du nach einem Training oder Spiel rausgehen und abschalten kannst. Ich bin sehr gerne im Freien und treibe mich dann meistens im Bereich der Gsohl Alpe herum. Dort habe ich gemeinsam mit Christian Gebauer und Mandi Fischer auch einen kleinen Staudamm errichtet, wo du dich wunderbar ins kalte Wasser setzen und regenerieren kannst.

6.) Die Sommerpause dürfte heuer relativ kurz ausfallen. Hast du dir schon Gedanken gemacht, wie du die freien Tage nach der Saison verbringen wirst?  

Geplant ist auf jeden Fall ein Heimatbesuch bei der Familie im Burgenland. Je nachdem wie lange die Pause dann auch tatsächlich ausfallen wird, eventuell noch ein Kurzurlaub mit Freunden. Aber an die Pause denke ich jetzt noch überhaupt nicht.

Steckbrief:
Name: Philipp Schmiedl
Geburtsdatum: 23.07.1997
Nationalität: Österreich
Position: Innenverteidiger
Beim SCRA seit: 23.07.2019