1.) Philipp, auf deiner Instagram-Seite hast du am Sonntagabend ein Bild gepostet mit der Überschrift: „15. September 2019, ein ganz besonderer Tag.“ Wie hast du dein Bundesligadebüt im Trikot des SCR Altach erlebt?

Mit dem Bundesligadebüt am Sonntag hat sich für mich ein Traum erfüllt, auf den ich jahrelang hingearbeitet habe. Ich bin dem Trainer sehr dankbar, dass er mir diese Chance gegeben hat. Dass es dann beim Debüt einen 6:0-Sieg zu feiern gibt, macht das ganze schon sehr speziell für mich. Trotzdem müssen wir auch dieses Spiel nüchtern analysieren und ich glaube, dass noch jede Menge Luft nach oben ist.

2.) Wann hast du von deinem Startelfeinsatz erfahren und wie groß war die Aufregung vor dem Spiel?

Wir haben uns die ganze Woche auf St. Pölten und ihre Spielweise vorbereitet. Am Freitag oder Samstag war für mich dann auch klar, dass ich spielen werde. Tatsächlich war die Aufregung vor dem Spiel sehr groß, aber mit dem Anpfiff konnte ich das ausblenden und meinen Fokus zu hundert Prozent auf das Geschehen am Platz lenken.

3.) Du bist im Sommer von den Juniors Oberösterreich, der Zweitvertretung des LASK, nach Altach gewechselt. Welches waren für dich die ausschlaggebenden Argumente für einen Wechsel ins Ländle?

Ich war zunächst zum Probetraining hier in Altach und hatte von Tag eins an ein richtig gutes Gefühl. Sowohl mit dem Trainerteam als auch mit der Mannschaft hat das für mich gleich gepasst. Und da ich unbedingt den Schritt in die Bundesliga wagen wollte, war für mich die Entscheidung hierher zu kommen eine leichte.

4.) Du hast beim SCRA für die kommenden zwei Jahre unterschrieben. Welche Ziele hast du dir für deine erste Bundesligasaison gesetzt und wo siehst du noch Verbesserungspotential?

In erster Linie ist es natürlich mein Ziel, der Mannschaft helfen zu können und so viele Bundesligaminuten wie möglich zu sammeln. Dazu muss ich dem Trainer jeden Tag auf dem Platz zeigen, was in mir steckt. Wir wollen im Team erfolgreich Fußball spielen und für mich persönlich geht es als junger Spieler darum, von den Erfahrenen zu lernen.

5.) Noch eine Frage abseits des Sportlichen. Du bist offensichtlich Tattooliebhaber. In welchem Alter hast du dir das erste stechen lassen und welche Bedeutungen haben diese Tattoos für dich?

Das erste Mal beim Tätowierer war ich mit 18, danach sind noch einige dazugekommen. Die linke Hand widme ich meinem verstorbenen Opa – er war immer für mich da und hat mich als kleiner Bub täglich aufs Training begleitet. Die anderen beiden Tattoos sollen meine Persönlichkeit wiederspiegeln. Die Krone am Hals ist aber nicht so zu interpretieren, dass ich ein abgehobener Typ bin, der wie ein König in Saus und Braus lebt – im Privatleben würde ich mich eher als sehr bodenständig bezeichnen.

Steckbrief:
Name: Philipp Schmiedl
Geburtsdatum: 23.07.1997
Nationalität: Österreich
Position: Innenverteidiger
Beim SCRA seit: 23.07.2019