1. Philipp, seit Monaten plagen dich Probleme im Hüftbereich, am Freitag bis du erfolgreich operiert worden. Welches sind die nächsten Schritte auf deinem Weg zurück auf den Platz und wann können wir wieder mit dir rechnen?

Ich kann in den nächsten Tagen bereits mit der Reha beginnen. Zunächst einmal werde ich relativ viel Zeit auf dem Rad verbringen, ab der 6. Woche sollte dann auch Lauftraining möglich sein. Der abgeschliffene Knochen braucht einfach seine Zeit, um sich zu erholen und in dieser Zeit ist es wichtig, Bedingungen zu schaffen, die dies optimal ermöglichen. Ich bin optimistisch, Anfang Jänner, zum Start in die Wintervorbereitung, wieder auf dem Platz stehen zu können.

2. Zuletzt lief es leider auch sportlich nicht so, wie wir uns das alle wünschen würden. Welche Möglichkeiten hat man als Kapitän, auf die Mannschaft einzuwirken, wenn man selbst nicht auf dem Platz steht?

Natürlich sind die Möglichkeiten beschränkt, etwas zu bewirken, wenn man verletzt ist. Trotzdem versuche ich so oft wie möglich bei der Mannschaft zu sein, und sie so gut es geht zu unterstützen.

3. Am vergangenen Wochenende wurde der neue Trainingscampus eröffnet, in dem ihr ab sofort euer eigenes Reich habt. Welchen Stellenwert haben diese nun doch stark verbesserten Trainingsbedingungen für euch als Mannschaft?

Die Basis für alles im Sport ist nun mal das Training und dieses wird durch den Campus auf ein ganz neues Level gehoben. Da wurde vom Verein eine richtige Wohlfühloase geschaffen, die alles beinhaltet, was es braucht, um erfolgreich zu arbeiten. Das sollte für alle im Team noch einmal ein Ansporn sein, noch härter zu arbeiten.

4. Am kommenden Samstag trefft ihr zuhause auf die Admira. Was stimmt dich zuversichtlich, dass nach drei Niederlagen endlich wieder ein voller Erfolg eingefahren wird?

Ich bin generell ein positiver Mensch und immer zuversichtlich. Die Mannschaft arbeitet jeden Tag hart, um am Wochenende ein positives Ergebnis auf den Platz zu bringen. Ich bin überzeugt davon, dass uns ein Erfolgserlebnis das nötige Selbstvertrauen sehr schnell zurückbringen kann.

5. In mittlerweile mehr als zehn Jahren SCR Altach hast du fast alles erlebt. Gibt es etwas, das du unbedingt noch erreichen möchtest?

Mein großes Ziel ist es immer noch, mit dem SCR Altach in der Gruppenphase der Europa League zu spielen. Vom Verein wurden die Voraussetzungen mit der Infrastruktur geschaffen, jetzt sind wir als Mannschaft wieder gefordert.

Steckbrief:
Name: Philipp Netzer
Geburtsdatum: 02.10.1985
Nationalität: Österreich
Position: Innenverteidiger
Beim SCRA seit: 24.08.2009