1.) Philipp, drei Siege in Folge liegen hinter uns. Eigentlich kommt die Winterpause zur Unzeit, oder?!

Im Fußball geht es schlussendlich nur um Ergebnisse, deshalb haben die drei Siege zuletzt jedem Einzelnen im Verein richtig gut getan. Natürlich muss man aus unserer Sicht sagen, dass die Pause jetzt eigentlich zum falschen Zeitpunkt kommt, aber wir werden in der Wintervorbereitung alles daran setzten, dass wir im Frühjahr dort anschließen können, wo wir nun aufgehört haben.

2.) Zuletzt hat sich die Mannschaft in einen kleinen Lauf gespielt, nachdem es im Herbst doch eine längere Durststrecke gab. Wo verortest du die Hauptgründe, dass in den letzten drei Spielen plötzlich alles aufging?

Im Sommer fand hier in Altach ein doch großer Umbruch statt und wenn dann gleich mehrere Leistungsträger gleichzeitig verletzungsbedingt ausfallen und das auch noch für eine lange Zeit, ist es als Mannschaft nicht einfach, das wegzustecken. Trotzdem haben die Leistungen zu Saisonbeginn ja gepasst, sie haben halt nicht mit den Ergebnissen übereingestimmt. In den letzten Wochen haben wir uns für den betriebenen Aufwand endlich auch belohnt und das auch verdient. Hauptgrund, dass der Turnaround schlussendlich geglückt ist, sehe ich in unserem Glauben an uns selbst und unsere Stärken, der war immer vorhanden.

3.) Auch persönlich musstest du im Herbst immer wieder schwierige Phasen wegstecken, hast zwischen Mitte Oktober und Anfang Dezember kein Spiel gemacht. Wie bist du mit dieser Situation umgegangen?

Für einen jungen Spieler wie mich sind Phasen, in denen es mal nicht so läuft, etwas ganz Normales. Im Nachhinein war das für mich eine sehr lehrreiche Zeit, in der ich einen Entwicklungsschritt machen konnte. Ich wusste aber, dass die Chance wieder kommen wird.

4.) Gegen den WAC hat sich durch die Verletzung von Anderson dann diese Chance ergeben. Glaubst du an Schicksal?

Nein, als Profi geht es darum, immer deine Leistung abzurufen und das auf sehr hohem Niveau – egal, ob du von Beginn an spielst oder eingewechselt wirst. Die Verletzung von meinem „Amigo“ war natürlich bitter und das wünsche ich keinem, schon gar nicht, wenn es mein Mitspieler ist. Trotzdem habe ich dann nach der Einwechslung versucht, mein ganzes Herzblut reinzustecken und meine Bestleistung abzurufen.

5.) Zuletzt warst du in der Innenverteidigung gesetzt und hast dir zudem mit dem ersten Bundesligator gegen St. Pölten einen Traum erfüllt. Würdest du sagen, dass du jetzt richtig angekommen bist in der Bundesliga?

Zuletzt haben die Leistungen gepasst und das Tor war natürlich ein sehr spezielles Erlebnis. Das Fußballgeschäft ist aber ein sehr schnelllebiges und deshalb geht es jetzt vor allem darum, die gezeigten Leistungen über einen längeren Zeitraum zu bestätigen. Dann kann man wahrscheinlich auch sagen, dass ich in der Bundesliga angekommen bin.

6.) Jetzt stehen erst mal drei Wochen Pause bevor. Freust du dich auf die freien Tage oder kannst du es kaum erwarten, bis es weitergeht?

Ein bisschen von beidem – die Pause tut uns jetzt glaube ich allen Mal gut. Ich selber werde die Zeit mit Freunden und Familie im Burgenland verbringen, aber selbstverständlich wird während der Pause auch schon in Richtung Vorbereitung hingearbeitet, damit ich für die Frühjahrssaison gewappnet bin.

Steckbrief:
Name: Philipp Schmiedl
Geburtsdatum: 23.07.1997
Nationalität: Österreich
Position: Innenverteidiger
Beim SCRA seit: 23.07.2019