1. Servus Joh, die erste Vorbereitungswoche liegt schon wieder hinter uns. Wie sind die ersten Trainingstage des neuen Jahres verlaufen? 

Die ersten Tage waren wie immer sehr spannend, weil zum einen die Freude groß war, dass es endlich wieder losgeht und zum anderen auch einige Neuzugänge zu uns gestoßen sind. Nach dem ersten Kennenlernen gilt es diese jetzt so gut wie möglich aufzunehmen und in die Mannschaft zu integrieren. Die Trainings in dieser Phase der Vorbereitung sind sehr intensiv, das muss aber auch so sein.

2. 2019 war aus deiner persönlichen Sicht ein durchaus turbulentes Jahr mit tollem Abschluss. Was hast du aus dem vergangenen Jahr gelernt und welche Bilanz ziehst du nach der Herbstsaison?

Aus dem vergangenen Jahr habe ich gelernt, dass man auch in schwierigen Phasen immer weiter machen muss, an sich glauben muss und sich nicht unterkriegen lassen darf. Mir persönlich hat die Herbstsaison gezeigt, dass harte Arbeit belohnt wird. Mannschaftlich sind wir leider unter unseren Erwartungen geblieben – ich denke, die letzten drei Spiele haben gezeigt, wozu wir in der Lage sind.   

3. Besonders erfreulich war für dich wahrscheinlich der Jahresabschluss in St. Pölten. Erst dein dritter Assist dieser Saison und nur wenige Augenblicke später dann der erste Bundesligatreffer. Erzähle uns ein wenig über deine Gefühlwelt nach diesem Spiel.

Im Vordergrund stand ganz klar, dass wir die Herbstsaison mit einem Sieg abschließen konnten und dadurch ein gutes Gefühl mit in die Winterpause nahmen. Mein erstes Bundesligator hat es für mich persönlich natürlich schon noch etwas spezieller gemacht. Nach dem Spiel habe ich vor allem Dankbarkeit gespürt, dass ich gesund bin und das tun kann, was ich am meisten liebe. Das ist nicht immer selbstverständlich.

4. 2020 soll, wenn möglich, ähnlich erfolgreich weitergehen. Welche Ziele hast du dir für das neue Jahr gesteckt?

Sportlich darf 2020 so weitergehen, wie das vergangene Jahr geendet hat. Ansonsten steht für mich im Vordergrund, weiterhin hart zu arbeiten, Spaß am Fußballspielen zu haben und so den nächsten Schritt in meiner Entwicklung zu machen.

5. Du bist einer von mittlerweile 7 Bregenzerwäldern im Kader des SCRA. Zufall, oder hat es deiner Meinung nach Gründe, warum so viele Spieler aus dem Wald den Sprung in die Bundesliga schaffen?

Aufgrund der Anzahl der Bregenzerwälder Spieler bei uns im Kader würde ich das nicht als Zufall bezeichnen. Ich denke, die Menschen aus dem Bregenzerwald bringen eine spezielle Mentalität mit, die im Fußball von Vorteil ist. Zusätzlich hat man im Wald vielleicht auch nicht die Möglichkeit und die große Auswahl, in der Freizeit Dinge zu unternehmen. Und dann trifft man sich eben häufiger zum Fußballspielen mit Freunden.  

Steckbrief:
Name: Johannes Tartarotti
Geburtsdatum: 20.08.1999
Nationalität: Österreich
Position: Zentrales Mittelfeld
Beim SCRA seit: 01.07.2016