1.) Servus Daniel! Würdest du dich als geduldigen Menschen bezeichnen?

Ich glaube, gerade als Sportler ist es nicht immer einfach, geduldig zu sein. Trotzdem gibt es viele Situationen, in denen Geduld gefordert ist. Das musste ich in meiner jungen Karriere natürlich auch schon lernen.

2.) Wir sprechen auf die vergangene Herbstsaison an. Nach deiner Rückkehr aus Stuttgart im Sommer musstest du dich ganze 19 Pflichtspiele lang gedulden, ehe du dann im vorletzten Spiel des Jahres in Graz erstmals in den Spieltagskader berufen wurdest. Deine Einwechslung kurz vor Schluss hast du prompt mit der spielentscheidenden Torvorlage gedankt. Beschreibe uns deine Gefühlswelt nach diesem Spiel!

Für mich war von Beginn an klar, dass es nach dem Jahr in Stuttgart alles andere als einfach wird beim SCRA. Ich wollte mich dieser Herausforderung aber unbedingt stellen und habe hart dafür gearbeitet. Natürlich musste ich im Herbst viel Geduld zeigen – ich habe aber stets auf meine Chance gewartet und bin dem Trainerteam sehr dankbar, dass ich das Vertrauen bekommen habe. Das Spiel in Graz werde ich sicher nie vergessen, weil es ein super Gefühl ist, wenn du der Mannschaft mit einem Assist in der Nachspielzeit zum Sieg verhilfst.

3.) Die Wintervorbereitung ist aus deiner persönlichen Sicht durchaus mit der Überschrift „vielversprechend“ zu betiteln. In den abschließenden beiden Tests standen ein Treffer und ein Assist zu Buche. Welche Ziele hast du dir fürs nun anstehende Frühjahr gesetzt?

Für die Wintervorbereitung habe ich mir vorgenommen, dort anzuknüpfen, wo ich im Herbst aufgehört habe. Ich versuche aus jedem Training das Maximum herauszuholen und mich so dem Trainerteam anzubieten. Wenn es dann in den Spielen auch mit Scorer-Punkten klappt, stärkt das das Selbstvertrauen. Mein Ziel ist es, immer bereit zu sein, wenn ich gebraucht werde. Langfristig möchte ich mir so einen Stammplatz in Altach erarbeiten.

4.) Nach fünf Profieinsätzen für den SCRA bist du im Sommer 2018 nach Stuttgart gewechselt. Wie bewertest du die Erfahrung beim VfB im Nachhinein?

Ich bin dem VfB sehr dankbar, dass ich diese Chance bekommen habe. Im Nachhinein muss man auch so ehrlich sein, dass es sicher nicht so verlaufen ist, wie wir uns das alle erhofft haben. Trotzdem ist es eine Erfahrung, die ich mit jungen Jahren machen durfte und aus der ich sehr viel lernen konnte.

5.) Am Samstag startet die Frühjahrssaison mit einem Heimspiel gegen FK Austria Wien. Wo siehst du euch als Mannschaft nach der Wintervorbereitung und was ist in dieser Saison noch möglich?

In der Vorbereitung waren viele gute Ansätze dabei, dementsprechend sind wir alle froh, dass es jetzt wieder losgeht. Die Stimmung ist gut und es macht Spaß, Teil dieser Mannschaft sein zu dürfen. Wir wollen von Spiel zu Spiel denken und so ein gutes Frühjahr spielen.

Steckbrief:
Name: Daniel Nussbaumer
Geburtsdatum: 29.11.1999
Nationalität: Österreich
Position: Offensives Mittelfeld
Beim SCRA seit: 01.07.2019